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Fitbit heißt jetzt Google Health: was sich änderte — und was das für alle bedeutet

Geschrieben von Pedro Thomaz · 6 MIN LESEZEIT ·

Im Mai 2026 wurde aus der Fitbit-App die Google-Health-App. Die Kerndaten wanderten mit, mehrere langjährige Funktionen nicht, und zwei Monate später folgte eine Löschfrist. Ob du je ein Fitbit besessen hast oder nicht: Der Vorgang lohnt sich zu verstehen, denn das Muster gilt für jede Gesundheits-App, deren Historie auf fremden Servern liegt.

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Was sich tatsächlich änderte

Die Umbenennung erfolgte am 19. Mai 2026 und wurde in der Woche darauf für Android und iOS ausgerollt. Freiwillig war sie nicht. Die Alltagsmetriken — Schritte, Herzfrequenz, Workouts, Schlaf — kamen in der neuen App an. Mehrere Funktionen nicht: Abzeichen samt historischer Sammlung, Community-Feed und offene Gruppen, Direktnachrichten, individuelle Profile und Sleep Profile wurden eingestellt. Mitte Juli begann Google zudem, die Löschung bestimmter Altdaten zu verarbeiten — rund zwei Monate Zeit, um zu exportieren, was man behalten wollte.

Warum eine Umbenennung Historie kosten kann

Nichts davon ist ungewöhnlich, und genau das ist der Punkt. Wenn deine Aufzeichnung in einem Cloud-Konto liegt, ist der Funktionsumfang eine Produktentscheidung und kein Besitz. Ein Team kann eine Ansicht streichen, die Berechnung eines Scores ändern oder befinden, dass eine neun Jahre alte Abzeichensammlung keine Migration wert ist — und der einzige Ausweg ist ein Exportfenster, das man rechtzeitig bemerken muss. Was du täglich anschaust, übersteht solche Übergänge meist. Was verschwindet, ist das, von dem du annahmst, es sei für immer da.

Die eigenen Daten herausholen

Google Takeout bleibt der Weg für einen vollständigen Export — und praktischerweise wurde die zugrundeliegende Datenkategorie nicht mit umbenannt, sodass Ordnerstruktur und Dateiformate gleich blieben. Exportiere auch dann, wenn du bleibst: Ein lokales Archiv kostet nichts und ist die einzige Fassung deiner Historie, an die keine Produktentscheidung heranreicht. Beim Plattformwechsel exportiere, bevor du das alte Gerät ablegst, denn der Zugang hängt am Konto und das Konto am Produkt.

Kein Google-spezifisches Problem

Oura stellt 2026 sein eigenes Web-Dashboard ein und damit Korrelations- und Exportwerkzeuge, die Leute jahrelang genutzt haben. Whoop, Garmin und Apple haben App-Oberflächen zu verschiedenen Zeitpunkten umgebaut oder ersetzt. Jede dieser Entscheidungen ist vertretbar — und jede bedeutet, dass eine Funktion, auf die du dich verlässt, keine Funktion ist, die dir gehört. Das Gerät am Finger misst weiter; was sich ändert, ist die Software, mit der du hinsehen darfst.

Die praktische Regel

Halte eine eigene Kopie und bevorzuge Werkzeuge, die aus einem Export oder über eine API lesen, statt dich in der App eines Unternehmens leben zu lassen. Das heißt nicht, dem Hersteller zu misstrauen, sondern anzuerkennen: Eine Gesundheitshistorie wird umso wertvoller, je länger sie läuft — und dieser Wert wächst genau auf jener Zeitskala, auf der Apps neu gebaut werden. Fünf Jahre Nächte sind ein wirklich brauchbarer Datensatz. Sie sind auch lang genug, dass die App von heute mindestens einmal neu gestaltet worden sein wird.

Vitra ist die Local-First-Fassung dieser Idee für Oura: Es synchronisiert deine Daten auf deinen eigenen Mac oder PC, hält sie in einer Datenbank auf deinem Rechner, berechnet jeden Trend und jede Korrelation lokal und arbeitet mit der Historie weiter, die du schon hast. Deine Gesundheitsdaten verlassen deinen Rechner nie — und sie müssen in keinem aktuellen App-Design vorkommen, um nächstes Jahr noch lesbar zu sein.

Häufige Fragen

Ist Fitbit weg?
Die Geräte laufen weiter und die Kontodaten wanderten mit, aber die Fitbit-App wurde im Mai 2026 zu Google Health umbenannt, und die Umstellung war verpflichtend. Einige langjährige Funktionen — Abzeichen, Community-Gruppen, Direktnachrichten, Sleep Profile — wurden eingestellt statt migriert, und im Juli begann die Löschung von Altdaten.
Haben Nutzer Fitbit-Daten verloren?
Kernmetriken wie Schritte, Herzfrequenz, Workouts und Schlaf wurden übernommen. Verloren gingen Funktionen und das, was an ihnen hing, darunter historische Abzeichen, sowie bestimmte Altdaten, sobald die Löschverarbeitung Mitte Juli 2026 anlief. Wer im Zeitfenster exportiert hat, behält eine vollständige Kopie.
Wie exportiere ich meine Google-Health-(Fitbit-)Daten?
Google Takeout liefert den vollständigen Export, und die zugrundeliegende Datenkategorie behielt bei der Umbenennung ihren alten Namen — Ordnerstruktur und Dateiformate sind unverändert. Mach es vor einem Geräte- oder Plattformwechsel, denn der Zugang folgt dem Konto, nicht dem Ring oder der Uhr.
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Über den Autor
Pedro Thomaz

Pedro Thomaz entwickelt Vitra, eine Desktop-App, die Oura-Daten gegen die eigene Baseline liest statt gegen einen Bevölkerungsdurchschnitt. Er trägt seit Jahren täglich einen Ring und sieht sich dieselben Zahlen jeden Morgen an — daher stammt das meiste, was hier steht. Vitra ist kein Medizinprodukt, und nichts in diesem Blog ist medizinische Beratung.

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