Nein. Whoops eigener Support-Artikel ist eindeutig: „Health Monitor is available for WHOOP Peak and WHOOP Life members. WHOOP One members do not have access to this feature.“ Das Band zeichnet die Daten weiterhin auf — es zeigt sie dir nur nicht in der App.
Whoop führt sechs Messgrößen unter Health Monitor auf: Live-Herzfrequenz, Ruhepuls, Herzfrequenzvariabilität, Atemfrequenz, Blutsauerstoff (SpO2) und Hauttemperatur. Vier davon sind genau die, wegen derer man sich ein Erholungsband kauft. Im Einstiegstarif bekommst du das Panel, das sie zeigt, nicht.
Das ist das deutlichste Beispiel für eine Unterscheidung, an der fast jeder Wearable-Vergleich scheitert: das Gerät misst es, die App zeigt es und die API gibt es heraus sind drei verschiedene Aussagen. Die Hardware des Whoop 5.0 zeichnet Blutsauerstoff und Hauttemperatur auf. WHOOP One bringt sie schlicht nicht an die Oberfläche.
Whoops Export-Artikel gibt an, dass One-, Peak- und Life-Mitglieder alle den Standard-Datenexport erhalten und dass die CSV-Datei „Physiological Cycles“ SpO2 und Hauttemperatur für WHOOP 4.0 und neuer enthält, mit der Atemfrequenz in der Datei „Sleeps“. Im günstigsten Tarif lassen sich die Zahlen also als Tabelle herunterladen, obwohl das App-Panel gesperrt ist. Wer auf One ist und diese Werte will, nimmt den Export.
Im EU-Shop kostet WHOOP One zum Zeitpunkt dieses Textes 199 € pro Jahr und WHOOP Peak 264 € pro Jahr, jeweils inklusive eines WHOOP 5.0. WHOOP Life kostet 399 € pro Jahr und enthält ein WHOOP MG, die einzige Whoop-Hardware mit EKG — Whoop schreibt ausdrücklich, dass das WHOOP 5.0 weder EKG noch Blood Pressure Insights hat. Ein Whoop-Gerät lässt sich nicht separat kaufen; die Hardware existiert nur innerhalb einer Mitgliedschaft.
Für Schlaf, Belastung und Erholung reicht One. Wer Blutsauerstoff, Hauttemperatur oder Atemfrequenz täglich in der App verfolgen will, braucht Peak. Wer EKG und Hinweise auf unregelmäßigen Rhythmus will, braucht Life mit dem MG — und Whoop weist darauf hin, dass dies medizinisch regulierte Funktionen sind, die nicht in jeder Region verfügbar sind.
Klar gesagt: Nichts davon macht Whoop schlecht. Es macht die Tarifübersicht zu etwas, das man vor dem Kauf genau lesen muss, weil das Marketing für das Band und die Funktionsliste des Tarifs nicht dasselbe Dokument sind.
Whoop ist das einzige Gerät in unserem Vergleich ganz ohne eigenständige Kaufoption. Alles andere — Polar, Garmin, Samsung, Ultrahuman, Withings, Apple — lässt sich einmal kaufen und ohne laufende Gebühr nutzen. Oura liegt dazwischen: Der Ring ist ein Einmalkauf, aber Oura verlangt bei Gen3-Ringen und neuer eine aktive Membership für den API-Zugang.
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